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German short stories for intermediate level

Ein unvergesslicher Urlaub

German Short Stories for Intermediate Learners
Available for Kindle and as a paperback

Carla and Henrik’s vacation and volunteer work at the German Baltic Sea coast turns into an adventure when a theft occurs and the local police make little effort to solve the crime. Will Carla and Henrik be able to help their hosts get their belongings back?

The button links to the Amazon.com store. However, the book is available in all Amazon stores worldwide, so please search by title if you’d like to purchase it locally.

Ein unvergesslicher Urlaub - Kapitel 1

Here’s the complete first chapter of “Ein unvergesslicher Urlaub” including all comprehension questions, German-English vocabulary list and the audio recording. The paper back has smaller chunks of vocabulary at the bottom of each page while the Kindle version comes with a vocabulary list in alphabetical order at the beginning of. each chapter. Enjoy reading and just hit the “BUY” button if you’d like to read the complete book.

Vokabeln

  • das wird klappen, that will work
  • verrutschen, to shift
  • der Proviant, supplies (food)
  • hingegen, on the other hand
  • lesesüchtig, addicted to reading
  • tatsächlich, indeed, actually
  • abwechselnd, alternating
  • der Stau, traffic jam
  • der Rastplatz, rest area
  • die Aufführung, stage performance
  • ich bin dran, it’s my turn
  • beängstigend, frightened
  • erneut, once again
  • Informatik, computer sciences
  • die Fahrt fortsetzen, to continue the journey
  • die Anweisungen (pl.), instructions
  • sich nähern, to approach
  • gerade noch rechtzeitig, just in time
  • bremsen, to brake
  • die Sachen ausladen, to unload the stuff
  • wie üblich, as usual
  • das Warnblinklicht, hazard lights
  • der Bürgersteig, sidewalk
  • ständig, continuously
  • der Rundgang, tour
  • aufräumen, to tidy up
  • unordentlich, messy
  • zutreffen, to apply, to be the case
  • verschwinden, to disappear
  • sich hinlegen, to lie down
  • der Einsatz, hier: job

“War das alles?” fragte Carla und packte den letzten Karton in den Kombi.

“Es fehlt nur noch mein Fahrrad”, antwortete Henrik.

Er holte sein schickes Rennrad aus der Garage und legte es vorsichtig auf die Kartons.

“Ja, das wird klappen. Es liegt gut so und kann nicht verrutschen.

“Super, dann hole ich noch unseren Proviant und Wasser aus der Küche und wir können los. Und ich sage den anderen Bescheid.”

Carla lief ins Haus und schaute noch einmal in ihr Zimmer.  Zwar hatte sie dort nur zwei Monate gewohnt, aber es war ihre erste eigene Unterkunft gewesen, seit sie im Juni aus Portugal weggegangen war. In Porto hatte sie bei ihren Eltern gewohnt. Henrik hingegen hatte sein gesamtes Bachelor-Studium in der 6er-WG im Münchner Osten verbracht.

Carla ging ins Wohnzimmer. Dort saß wie immer Jan mit einem Buch. Der 28-jährige promovierte in Philosophie und war lesesüchtig. Er schaute auf, als Carla hereinkam.

“Wollt ihr losfahren?”

“Ja, genau. Weißt du, wo die anderen sind?”

“Im Garten, glaube ich.”

Carla ging auf den Balkon und schaute in den Garten. Tatsächlich, dort saßen die anderen Mitbewohner am Tisch und unterhielten sich.

“Henrik und ich fahren jetzt los”, rief Carla.

“Alles klar, wir kommen.”

Draußen vor der Haustür gab es einen Abschied mit vielen Küsschen und Umarmungen. Schließlich saßen Carla und Henrik im Auto. Den Kombi hatten sie gemietet und wollten abwechselnd fahren. Ohne Stau würde die Fahrt von München nach Berlin etwa sechs bis sieben Stunden dauern.

Henrik fuhr die ersten 230 km bis Bayreuth. Dann machten sie eine Pause und setzten sich am Rastplatz auf eine Bank.

“Bayreuth ist ziemlich bekannt, nicht wahr?” fragte Carla.

“Ja, dort finden jedes Jahr die Wagner-Festspiele statt. Eine der Aufführungen dauert sieben Stunden, glaube ich.”

“Oje, das wäre mir zu lang und ich mag klassische Musik auch nur im Hintergrund hören. Aber Bayreuth würde ich trotzdem gerne mal sehen. Schade, dass wir jetzt keine Zeit haben.”

Henrik lachte. “In den nächsten Semesterferien machen wir einen Roadtrip durch Deutschland. Was meinst du?”

“Das klingt nach einer super Idee. Aber jetzt fahren wir erstmal weiter Richtung Berlin. Ich bin dran mit fahren. Ich fahre aber nicht so schnell wie du es manchmal gemacht hast. Einmal warst du 160km/h schnell. Irgendwie ist es beängstigend, dass es in Deutschland kein Tempolimit gibt”, meinte Carla.

“Naja, die meiste Zeit kann man nicht schneller als 130 oder 140 fahren, weil viel zu viel Verkehr auf der Autobahn ist. Fahr so schnell oder langsam, wie du magst, kein Problem.”

Die beiden gingen zurück zum Auto. Carla wollte die nächsten 200 km bis Leipzig fahren. Es ging noch ein Stück durch Bayern, dann durch die Bundesländer Thüringen und Sachsen-Anhalt, aber die Stadt Leipzig lag schon in Deutschlands südöstlichstem Bundesland Sachsen.

Carla war noch nie so ein großes Auto wie den Kombi gefahren, aber auf der Autobahn war es kein Problem. Es gab auf dieser Strecke nicht extrem viel Verkehr und Carla fuhr konstant mit 130 km/h. In der Nähe von Leipzig machten sie erneut eine Pause. Bis Berlin würde es nun nochmals zwei Stunden dauern. Carla hatte gesagt, dass sie in der Stadt nicht fahren wollte. Zwar hatte sie schon in München gemerkt, dass die Deutschen normalerweise disziplinierter fuhren als die Portugiesen, aber Carla war immer nur in Porto mit seinen etwa 240.000 Einwohnern gefahren. Berlin hingegen war eine der größten Städte Europas. Dort lebten mehr als 3,5 Millionen Menschen.

Bevor sie weiterfuhren, rief Henrik seinen Freund Erik an. Erik war auch Norweger und studierte Informatik an der Humboldt-Universität. Er wohnte in Kreuzberg. Henrik und Carla würden zwei Nächte bei Erik bleiben. Auch im Oktober, vor Beginn seines Masterstudiums, würde Henrik zunächst bei Erik wohnen. Deshalb brachten sie alle Sachen nach Kreuzberg.

“Hi Erik. Wir sind in etwa zwei Stunden bei dir. Bist du zu Hause?”

“Ja, in zwei Stunden bin ich zu Hause. Bin gerade im Supermarkt. Ihr habt doch bestimmt Hunger nach der langen Fahrt. Ich koche uns etwas Leckeres. Bin schon gespannt auf Carla.”

“Das klingt super. Bis später dann.”

Henrik drehte sich zu Carla um. “Lass uns weiterfahren, dann sind wir so um 19:00 Uhr bei Erik. Er kocht uns etwas und er kocht ziemlich gut.”

Die beiden stiegen wieder ins Auto und setzten ihre Fahrt fort.

Kurz vor Berlin meinte Henrik zu Carla: “Kannst du bitte Eriks Adresse in GoogleMaps eingeben und die Navigation einschalten?”

“Ja, klar.”

Sie folgten den Anweisungen der Computerstimme und näherten sich Kreuzberg. Plötzlich kam ein Fahrradfahrer direkt vor ihnen aus einer Seitenstraße und über die Straße, ohne nach rechts oder links zu schauen. Henrik konnte gerade noch rechtzeitig bremsen.

“Willkommen in Berlin. Ich weiß nicht warum, aber die Radfahrer fahren fast alle, als wollten sie Suizid begehen.”

Wenig später kamen sie an. Nur leider war kein Parkplatz in Sicht. Henrik seufzte. “Typisch Kreuzberg.”

Er rief Erik an. “Wir sind da. Kannst du bitte herunterkommen und helfen, die Sachen auszuladen? Es gibt wie üblich keinen Parkplatz, also bringe ich den Wagen gleich zurück zu AVIS.”

Sie hielten mitten auf der Straße mit Warnblinklicht an und luden alles aus. Zum Glück wohnte Erik in einer kleinen Straße mit wenig Verkehr, so dass es keine Probleme gab. Nach zehn Minuten stand alles auf dem Bürgersteig. Henrik fuhr los, um den Wagen zurückzubringen und Erik und Carla brachten das Gepäck in Eriks Wohnung im dritten Stock. Zum Glück gab es einen Fahrstuhl, so dass sie nicht ständig die Treppen hoch- und runterlaufen mussten. Henriks Fahrrad stellte Erik im Keller ab.

“So, das wäre geschafft”, meinte Erik und machte die Wohnungstür zu. “Herzlichen Willkommen in Berlin und schön, dich kennenzulernen.”

Er hatte den gleichen Akzent wie Henrik.

“Danke. Du kommst auch aus Tromsö, richtig?”

“Ja, genau. Henrik und ich sind zusammen zur Schule gegangen. Wir kennen uns schon ziemlich lange.”

  “Ich habe auch eine Freundin, die ich schon kenne, seit ich sechs Jahre alt bin”, meinte Carla.

“Also, die Wohnung ist nicht groß, aber ich habe meine Ruhe hier. Bin kein WG-Typ. Das hier ist das Wohnzimmer und für die nächsten zwei Tage euer Zuhause. Henrik kennt meine Schlafcouch schon. Schau dich gerne um.”

Carla machte einen Rundgang durch die Wohnung. Außer dem Wohnzimmer gab es noch eine kleine Küche, ein Bad, einen Mini-Balkon mit vielen Pflanzen und einem Tisch mit Platz für zwei Personen sowie Eriks Schlafzimmer. Alles war sehr sauber und aufgeräumt, so dass Carla sich gleich wohlfühlte. Als Henrik ihr erzählt hatte, dass Erik Informatik studierte, hatte sie an einen etwas unordentlichen Computerfreak gedacht, aber Stereotypen treffen bekanntlich nicht immer zu.

Es klingelte.

“Oh, ist Henrik schon zurück? Das ging aber schnell.”

Erik öffnete die Wohnungstür. Ein junger Mann kam herein. Er und Erik begrüßten sich mit Kuss und Umarmung.

“Carla, das ist Thomas, mein Partner. Thomas, das ist Carla, die Freundin von Erik.”

Carla und Thomas begrüßten sich. Kurze Zeit später kam auch Henrik zurück. Erik und Thomas verschwanden kurz in der Küche und servierten einige Minuten später das Essen, ein Fischgericht mit Reis und viel Gemüse. Da es auf dem Balkon nicht genug Platz für vier Personen gab, mussten sie im Wohnzimmer essen.

Thomas verabschiedete sich gegen 23 Uhr und nachdem er gegangen war, merkten auch Carla und Henrik, wie müde sie waren. Sie machten sich die Schlafcouch fertig und schliefen ein, sobald sie sich hingelegt hatten. Morgen wollten sie Sightseeing machen und am Tag danach mit dem Zug nach Rügen fahren, wo ihr Workaway-Einsatz auf sie wartete.

Verständnisfragen

1. Wie kommen Carla und Henrik nach Berlin?

a) Sie fahren mit der Bahn.

b) Sie fahren mit einem Mietwagen.

c) Sie fahren mit ihrem eigenen Auto.

2. Wo machen sie Pause?

a) Sie machen in der Nähe von Bayreuth und Leipzig Pause.

b) Sie machen keine Pause.

c) Sie machen zwischen Bayreuth und Leipzig Pause.

3. Was passiert in der Nähe von Kreuzberg?

a) Sie verfahren sich.

b) Es gibt fast einen Unfall mit einem Fahrradfahrer.

c) Sie haben kein Benzin mehr.

4. Warum bringt Henrik den Wagen sofort zurück zu AVIS?

a) Die Kosten für den Mietwagen sind dann niedriger.

b) Eine andere Person braucht den Wagen.

c) Es gibt keinen Parkplatz vor Eriks Haus.

5. Was machen Carla und Henrik am Abend?

a) Sie essen zusammen mit Erik und Thomas.

b) Sie gehen früh schlafen.

c) Sie machen einen Bummel durch Berlin.

(Lösungen: 1b, 2a, 3b, 4c, 5a)

Willst du wissen, wie es weitergeht?

Willst du wissen, wie es weitergeht, wenn Carla und Henrik auf Rügen ankommen? Ihr Workaway-Einsatz verläuft etwas anders, als sie gedacht hatten und wird so zu einem unvergesslichen Urlaub. Du kannst die Geschichte auf deinem Kindle lesen oder als Taschenbuch. Viel Spaß und über eine positive Bewertung auf Amazon freuen wir uns natürlich immer.

Daniela is a native German speaker who has taught the language online since 2012. She speaks English, Spanish, Portuguese and some Hungarian. Currently, she's residing in Peru but maintains a traveling lifestyle as a digital nomad. In March 2020, she published her first book "Deutsch online unterrichten" for aspiring online German teachers and is now concentrating on writing fiction for German learners while pursuing some other small projects.

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