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Umzug nach Berlin B2 book for German learners

Umzug nach Berlin

 

 

German Short Stories for Intermediate Learners
Available for Kindle and as a paperback

 

After their exciting vacation at the German Baltic Sea coast, Carla and Henrik move to Berlin. However, Carla struggles with her new life in the German capital and her relationship with Henrik becomes challenging. Will she be able to solve her problems or eventually return to Portugal? 

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Umzug nach Berlin - Kapitel 1

Here’s the complete first chapter of “Umzug nach Berlin” including all comprehension questions, German-English vocabulary list, idiomatic and colloquial expressions with explanations and examples, conversation questions and the audio recording. The paper back has smaller chunks of vocabulary at the bottom of each page while the Kindle version comes with a vocabulary list in alphabetical order at the beginning of. each chapter. Enjoy reading and just hit the “BUY” button if you’d like to read the complete book. 

Vokabeln

  • bäuchlings, lying on one’s stomach
  • sich entschließen, to decide
  • das Erlebnis, experience
  • das Grundstück, property
  • der Unternehmer, entrepreneur
  • der Freiberufler, freelancer
  • sich ernähren, to nourish on
  • die Ansprechpartnerin, contact person
  • ortsunabhängig, location-independent
  • wesentlich, significantly
  • der Vertrag, contract
  • verlängern, to extend, to prolong
  • es tun sich Möglichkeiten auf, opportunities come up
  • riesig, huge
  • sich riesig freuen, to be very happy
  • unbedingt, at all costs
  • enttäuscht, disappointed
  • unterstützen, to support
  • saukalt, extremely cold
  • der Glühwein, mulled wine
  • startklar, ready (to do sth)
  • verschieben, to postpone, to reschedule

“Das war eine gute Idee, dich hier zu besuchen. Noch einmal Sonne tanken, bevor es in den grauen deutschen Herbst geht.”

Carla streckte sich neben Fernanda auf dem Badetuch aus. Die beiden Freundinnen lagen bäuchlings am Strand an der Algarve. Fernanda war vor drei Monaten dorthin gezogen, weil sie einen Job gefunden hatte. Carla hatte zunächst ihre Familie in Porto besucht, sich dann aber entschlossen, vor ihrer Rückkehr nach Berlin noch ein langes Wochenende mit ihrer besten Freundin zu verbringen. 

Fernanda lachte. “Du wolltest ja unbedingt nach Deutschland.”

“Ja, ich beschwere mich ja auch nicht, aber das tolle Wetter hier werde ich trotzdem vermissen. Und du willst wirklich hierbleiben?”

“Nun, ich habe einen Vertrag bis nächstes Jahr und das Projekt ist wirklich interessant. Ich lerne viele Menschen aus aller Welt kennen.”

“Erzähl noch mal, was du genau machst. Wir haben in den letzten Tagen viel zu viel über mich und meine Erlebnisse in Deutschland gesprochen. Das ist kein Hotel, sondern ein Haus, wo Menschen temporär zusammen leben und arbeiten, richtig?”

“Genau. Sie nennen es Coliving-Projekt. Die Initiatoren kommen aus Großbritannien. Sie haben das Grundstück und die Villa vor zwei Jahren gekauft und alles so umgebaut, dass es perfekt ist für Menschen, die online arbeiten und eine Weile mit anderen Unternehmern und Freiberuflern zusammen wohnen und arbeiten möchten. Im Garten wird zudem Obst und Gemüse angebaut. Viele Gäste ernähren sich vegan oder vegetarisch, aber es ist kein Muss.”

“Und was machst du genau?”

“Ich koche, organisiere gemeinsame Aktivitäten, kümmere mich um administrative Aufgaben und manchmal mache ich auch die Zimmer sauber. Normalerweise kommt da aber jemand aus dem Dorf. Also, in erster Linie bin ich die Ansprechpartnerin für die Gäste, weil die Besitzer selber ortsunabhängig leben und nicht immer hier sind. Ich hatte einfach unglaublich viel Glück, dass ich diesen Job bekommen habe. Eigentlich bin ich ja gar nicht qualifiziert und auch mein Englisch ist nicht so perfekt. Wobei es in den letzten drei Monaten wesentlich besser geworden ist.”

“So wie mein Deutsch. Also willst du dann gar nicht mehr studieren?”

“Ich weiß es nicht. Wie gesagt, mein Vertrag läuft ein Jahr, aber er kann verlängert werden. Sie organisieren auch Workshops zu Business- und Mindset-Themen, an denen ich kostenlos teilnehmen kann. Und ich schaue gerade nach Möglichkeiten, um online zu studieren oder Kurse zu machen. Kurz gesagt, mit diesem Job tun sich mir plötzlich ganz neue Möglichkeiten auf. Als wäre ich in einer anderen Welt gelandet.”

“Wow, das klingt richtig gut. Ich freue mich riesig für dich.”

“Danke. Und du entscheidest in den nächsten Monaten, was und wo du studieren willst, richtig?”

“Ja, genau. Ich wollte ja eigentlich Umweltwissenschaften studieren, aber seit ich diese irische Schriftstellerin kennengelernt habe, frage ich mich immer wieder, ob ich nicht doch lieber Literaturwissenschaften studieren sollte. Es interessiert mich mehr, aber ich habe halt Angst, dass ich keinen Job finde. Oder dass ich anfange, Bücher zu schreiben und niemand will sie lesen.”

“Musst du denn unbedingt Literaturwissenschaften studieren, wenn du Schriftstellerin werden möchtest? Ist das nicht ähnlich wie bei mir jetzt, dass du viele Sachen auch ohne einen formellen Studiengang an der Universität lernen könntest?”

“Ich fürchte, da bist du jetzt mutiger als ich. Was haben eigentlich deine Eltern gesagt? Ich glaube, meine wären sehr enttäuscht, wenn ich nicht zur Universität gehen würde. Sie haben es ja durchaus unterstützt, dass ich nach der Schule erst einmal ein bis zwei Jahre Pause machen wollte, aber sie erwarten, dass ich nächstes Jahr mit dem Studium anfange.”

“Für meine Eltern ist es am wichtigsten, dass ich Geld verdiene. Natürlich würden sie mich finanziell unterstützen, wenn ich studieren würde, aber du weißt ja, dass sie beide nicht so gut verdienen. Für sie ist es schwieriger, dass ich jetzt nicht mehr in Porto wohne. Die Algarve ist für sie genauso weit entfernt wie New York.”

Carla musste lachen. “Deine Eltern sind nie wirklich verreist, nicht wahr?”

“Nein. Weiter als bis nach Lissabon sind sie nie gekommen. Wenn alles gut klappt, werde ich sie nächstes Jahr hierher einladen und ihnen ein schönes Hotel bezahlen.”

“Das ist eine super Idee. Du kommst mich aber auch in Berlin besuchen, versprochen?”

“Ja, klar. Aber erst im Frühling.”

“Oder vielleicht im Dezember?”

“Im Dezember? Warum sollte ich im Dezember kommen? Da ist es sicherlich saukalt in Berlin.”

“Nicht unbedingt und es gibt Weihnachtsmärkte. Mit Glühwein. Da wird dir schnell warm.”

“Ah, stimmt. Sehr deutsch. Mal schauen. Ist eure Wohnung eigentlich startklar, wenn du in Berlin ankommst?”

Carla seufzte. “Der Plan war, dass wir ab dem 15.10. eine Wohnung mieten, aber das war gar nicht so leicht. Henrik hat nun eine Wohnung ab dem 1. November gefunden und eigentlich sollte sie schon ab dem 25. Oktober frei sein. Das hat dann aber doch nicht geklappt, deshalb habe ich ja meinen Flug verschoben. Ich wollte nicht eine Woche bei Henriks Freund Erik auf dem Sofa schlafen. Der ist zwar total nett, aber irgendwie fehlt doch die Privatsphäre. So schlafe ich eine Nacht bei Erik und danach geht es dann gleich morgens in die Wohnung.”

“Müsst ihr Möbel kaufen?”

“Nein, die Wohnung ist zum Glück möbliert. Vielleicht kaufen wir ein paar Kleinigkeiten. Wir werden ja mindestens drei Jahre in Berlin bleiben.”

“Ich bin gespannt, was du berichtest. Lass uns noch eine Runde schwimmen gehen, ja?”

Die beiden Frauen liefen ins Wasser.

Verständnisfragen

1. Carla verbringt

a) ein langes Wochenende mit ihrer besten Freundin.

b) ein Wochenende bei ihrer Familie.

c) eine Woche an der Algarve.

2. Fernanda

a) macht Urlaub an der Algarve.

b) sucht einen Job, wo sie Englisch sprechen kann.

c) hat bei der Arbeit viel Kontakt zu Ausländern.

3. Carla

a) wird nächstes Jahr Umweltwissenschaften studieren.

b) interessiert sich für Literaturwissenschaften.

c) möchte schnell Geld verdienen.

4. Die Wohnung in Berlin

a) ist ab dem 25.10. frei.

b) ist nach Carlas Ankunft frei.

c) ist nicht möbliert.

Lösungen: 1a, 2c, 3b, 4b

Idiomatische und umgangssprachliche Ausdrücke

1. sich riesig freuen–to be very very happy

“Ich freue mich riesig” kannst du sagen, wenn du dich sehr über etwas freust. Es klingt informeller und enthusiastischer als “Ich freue mich sehr”.

2. saukalt sein / schweinekalt sein–to be very very cold

Warum deutschsprachige Menschen extreme Kälte mit Schweinen in Verbindung bringen, während englische Muttersprachler einfach “freezing cold” sagen, ist nicht wirklich klar, aber du wirst den Ausdruck im Winter in Deutschland oft hören.

“Mir ist schweinekalt. Lass uns reingehen.”

“Zieh eine Jacke an, es ist saukalt draußen.”

3. startklar sein–to be ready to do something

Viele Deutschschüler finden es schwierig, “ich bin fertig” (I have finished) und “ich bin bereit” (I’m ready) zu unterscheiden. Statt “ich bin bereit” kannst du auch “ich bin startklar” (= ich bin bereit zu starten, wir können anfangen) sagen. Das klingt in informellen Kontexten natürlicher.

Konversationsfragen

1. Wann hast du dich das letzte Mal riesig gefreut?

2. Was machst du, wenn es draußen saukalt ist?

3. Wie schnell bist du startklar, wenn Freunde dich anrufen und etwas mit dir unternehmen wollen?

4. Wie realistisch ist es deiner Meinung nach, einen guten Job zu finden, ohne eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studium zu haben? Welche Möglichkeiten gibt es in deinem Heimatland?

5. Hattest du schon einmal Probleme bei der Wohnungssuche? Was ist passiert?

Willst du wissen, wie es weitergeht?

Willst du wissen, wie es weitergeht, wie es Carla in Berlin ergeht und welche Entscheidung sie bezüglich ihres Studiums trifft?  Du kannst die komplette Geschichte auf deinem Kindle lesen oder als Taschenbuch. Viel Spaß und über eine positive Bewertung auf Amazon freuen wir uns natürlich immer. 

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